Reisegruppe „Gemeinsam unterwegs“ auf Tour in Griechenland

von | Oktober 2018 | Reiseberichte

Der Trigoniou-Turm an der byzantinischen Stadtmauer in der Oberstadt von Thessaloniki (Foto: Wilhelm W. Koehler)

Wie ein Reiseprogramm durch die Stürme Zorbas und Xenophon durcheinander gewirbelt wurde…

Die Reisegruppe „Gemeinsam unterwegs“ der Pfarrgemeinde St. Ludgerus Borken hatte zu einer Reise mit den Schwerpunkten Thessaloniki, Meteora-Klöster und Inselwelt der Sporaden eingeladen, und 30 Personen folgten dieser Einladung. In der Zeit vom 22.9. – 1.10.18 war die Gruppe in Griechenland unterwegs.

Ab Düsseldorf ging es mit dem Flugzeug nach Thessaloniki, wo der bekannte Reiseleiter Panos die Gruppe bereits erwartete. Bei 2 Stadtrundgängen und -Fahrten wurden die beeindruckenden Mosaiken in den Hauptkirchen besichtigt, von der Zitadelle der großartige Blick über das Häusermeer bis zum fernen Olymp genossen, bei einem Spaziergang vom Galeriusbogen bis zu dem Wahrzeichen der Stadt, dem Weißen Turm, die besondere Atmosphäre der Strandpromenade mit dem Aristoteles-Platz aufgenommen.

Meteora-Klöster in Kalambaka

Meteora-Klöster in Kalambaka (Foto: Wilhelm W. Koehler)

In Vergina, der ersten Hauptstadt des makedonischen Reiches, wurde der berühmteste archäologische Fund Nordgriechenlands, die Königsgräber mit dem Grab Philipps II., Vater von Alexander dem Großen, bestaunt. Ein besonderes Erlebnis war die Besichtigung von 2 Meteora-Klöstern bei Kalambaka. Ehemals waren dort 23 Klöster von den Eremiten auf den bis zu 400 m steil aufragenden Felsen errichtet worden, heute sind noch 6 Klöster aktiv. Eine Fahrt durch Thessalien führte nach Volos, sozusagen das Tor zur Halbinsel Pillion, auf der bei einem ausgedehnten Spaziergang die wunderbare Landschaft und die kleinen Dörfer erkundet wurden.

Leider gab es dann am Abend die Stürme Zorbas und Xenophon, und bei Windstärke 10 durfte keine Fähre auslaufen. Auch gab es keine Gewissheit, dass die Fähren nach 4 Tagen wieder in Betrieb sein würden. Folglich fiel das Inselhopping auf den Sporaden den Stürmen zum Opfer und das gesamte Programm für die nächsten 4 Tage musste komplett umgekrempelt werden. Damit aber von dem Charakter der Fahrt, nämlich die Inselwelt zu erleben, etwas übrig blieb, ging es zurück nach Nordgriechenland. Von Kavalla aus wurde die Ansiedlung Philippi, in der der Apostel Paulus gewirkt hatte, besichtigt und eine Rundfahrt auf der Insel Thassos unternommen. Das Besondere auf dieser Insel sind die Marmorsteinbrüche, die das Wasser grünlich-blau schimmern lassen. Bei einer 4-stündigen Bootsfahrt auf der Halbinsel Chalkidiki entlang des Berges Athos konnten die zahlreichen Klöster bestaunt werden. Eine Rundfahrt auf dem westlichsten Finger, der Kassandra, rundete das Programm ab, bevor es zurück nach Thessaloniki ging. Hier wurden bei einem Rundgang durch das Archäologische Museum die zahlreichen Funde, überwiegend aus den Ausgrabungen in und um Thessaloniki, bewundert. Insgesamt war es eine sehr gelungene Reise, auch wenn sie einen ganz anderen Verlauf nahm als ursprünglich geplant, die von einem herzlichen Miteinander der Reiseteilnehmer geprägt war. Mit vielen Eindrücken im Gepäck kehrten die Reiseteilnehmer in die Heimat zurück.

Ich muss Herrn Determann ein ganz dickes Lob aussprechen. Keiner von uns hatte damit gerechnet, dass wir die Reise nicht so wie geplant durchführen würden. Unser Wunsch war, den Sommer unter griechischer Sonne ein wenig zu verlängern. Der Sturm hat unsere Träume leider zunichte gemacht. Dass die Reise dennoch für die Teilnehmer ein gutes Ende gefunden hat, haben wir Herrn Determann zu verdanken. Er hat dafür gesorgt, dass die von mir vorgeschlagene Programmänderung durchgeführt werden konnte und wir auch in hervorragenden Hotels übernachten konnten. DANKE.

Leonard Osterholt