Informationsreise Georgien 2018

von | Juni 2018 | Reiseberichte

In der Altstadt von Bitumi (Foto: Heinz Determann)

 

Gruppenbild auf der Festung Achalziche

Gruppenbild auf der Festung Achalziche (Foto: Heinz Determann)

Unter dem Slogan

Georgien lädt ein!
Eine Oase im Kaukasus
Orthodox geprägtes Land
Richtig spannende Reise
Goldenes Vlies. Wo ist es?
Im Land der 1000 Wunder
Eduard Schewardnadse
Natur vom Feinsten

hatte die Firma Determann Touristik zu einer Info-Reise eingeladen. 30 Teilnehmer folgten dieser vielversprechenden Einladung …… und wurden nicht enttäuscht.

Blick auf den Kasbeg

Blick auf den Kasbeg (Foto: Heinz Determann)

Georgien – ist das eigentlich noch Europa oder schon Asien? Um dies zu erfahren schloss ich mich der Reisegruppe Determann an und landete auf einem der drei internationalen Flughäfen des Landes, empfangen von unserem einheimischen Reiseführer, der uns immer wieder begeistert sagte: „Wir sind ein kleines Land, aber wir haben…“ Und er hat recht, denn dieses Land von knapp 4 Millionen Einwohnern bietet von der fruchtbaren Kolchis-Ebene an den Ufern des Schwarzen Meers über liebliche Weinberge bis zum kleinen Kaukasus und zum majestätischen großen Kaukasus mit seinen schneebedeckten 5000er Gipfeln die unterschiedlichsten Landschaften und hat dabei nur ungefähr die Größe Bayerns.

Schon die alten Griechen gründeten hier Siedlungen und wurden danach von den Römern abgelöst, bis das Land eine Herrscherdynastie erhielt, die schon früh das Christentum zur Staatsreligion erklärten, wovon noch viele Kirchen mit herrlichen Fresken zeugen. Seine Lage an der Seidenstraße führte dazu, dass es viele kulturelle Einflüsse aufnahm, aber auch ständig gefährdet war. Tartaren, Mongolen, Seldschuken fielen ein, lange Zeit war es eine umkämpfte Region, bis es Teil des Zarenreiches wurde. Gerne kurten in den entstehenden Bädern kranke Großfürsten, erholten sich die Großen der russischen Literatur und Musik in der gesunden Luft und tranken das heilkräftige Wasser der vielen Quellen.

Georgiens Flagge weht über der Festung Achalziche

Georgiens Flagge weht über der Festung Achalziche (Foto: Heinz Determann)

Trotz der Fremdherrschaft, die erst mit dem Zerfall der Sowjetunion endete, hat sich Georgien seine Eigenheiten gewahrt: eine dekorative Schrift, eine reichhaltige vielseitige Küchentradition und den Stolz auf seine Geschichte, die ihren Ausdruck findet in Felsenklöstern, Kirchen und wehrhaften Burgen. Futuristische Bauten in der Hauptstadt künden von einem Neubeginn, stehen aber im Gegensatz zu den vielen kleinen Orten, in denen die Zeit stillgestanden scheint und schwarz gekleidete alte Frauen oder alte Männer die eine Kuh der Familie hüten.

Um auf die Frage des Anfangs zurückzukehren: Ich weiß es auch jetzt noch nicht, denn hier haben Orient und Okzident ihre Spuren hinterlassen, und das macht das Land zu einer Brücke zwischen den Kontinenten. Und genau das ist es, was eine Reise dorthin so faszinierend macht.

Ursula Stopsack