Inforeise Slowenien Oktober 2019

von | Oktober 2019 | Reiseberichte

Bootsfahrt auf dem Bleder See mit Bled und der Bleder Burg im Hintergrund (Foto: Heinz Determann)

Ankunft in Maribor; wo kann man Euro tauschen? – Euro ist hier Landeswährung – dann ist Slowenien eines der 27 Länder der EU? – ja, seit 2004. Sonntag in Maribor, hier wird er noch zelebriert: festliche Keidung, volle bis übervolle Cafés, zufriedene, oft sogar glücklich ausschauende Menschen sieht man. Das macht neugierig. Später zu Hause las ich, dass der von der UNO ermittelte HDI (Human Development Index) Slowenien noch besser dastehen lässt als Italien und sogar Frankreich, von den USA ganz zu schweigen.

Rundfahrt durch Slowenien. In Ptuj, der alten Römerstadt, in der Diokletian gekrönt wurde, ist man fasziniert von der idyllischen Kleinstadt mit der großen Geschichte, es ist der ideale Wohnort für einen Kleinbürger mit historischer Bildung. Weiterfahrt nach Jeruzalem (ein winziger Ort, gegründet von den Deutschrittern). In dem auf einer Anhöhe gelegenen Hotel Brenholc (Aussprache: Brennholz!) gibt es Mittagessen und leckeren Wein in Weinlauben mit wunderschöner Aussicht auf eine Umgebung, die mehrere Mitfahrer an die Toskana erinnern.

Weiter nach Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens. Auch hier im Zentrum die so anheimelnde Kleinstadtatmosphäre durchdrungen von viel Kultur. Unvergessen die Bootsfahrt auf dem Ljubljanka-Fluss, die mit der Unterquerung der berühmten drei Brücken endete.

Weiterfahrt zur Grotte in Postojna, eine Tropfsteinhöhle. So etwas kennt man aus Deutschland, und ich wollte lieber in der herrlichen Landschaft spazieren gehen als durch die dunkle Höhle stolpern. Aber dann kam es anders: man überredete mich mitzugehen, und ich war überwältigt, allein von der schieren Größe der Höhle, aber noch mehr von der großen Vielfalt der Formen und Farben der Gebilde und nicht zuletzt von der geschickten Ausleuchtung der Höhle.

Nach dem Besuch bei den Lipizzaner Pferden besuchten wir am späten Nachmittag Portoroz. Der Spaziergang durch das zauberhafte Hafenstädtchen mit anschließendem Besuch eines kleinen Cafés in der herbstlichen aber noch wärmespendenden Sonne war für mich der Höhepunkt dieser Reise. Am anderen Tag kamen wir nach Bled, da wurde man körperlich (etwas) gefordert: 99 Stufen hochsteigen zum Kloster und danach einmal den See umrunden.

Es gibt Reisen, von denen ist man angenehm überrascht. Diese Reise war so eine. Aber ich war mehr als angenehm überrascht, ich war begeistert.